Resistance is Futile: German Version

 

Widerstand ist zwecklos: Man wird Sie (fehl)informieren.

Ein Abgrund.
Eine Kluft.
Ein Riß.
Ein Paralleluniversum.

Alle beschreiben den himmelweiten Unterschied zwischen dem, was die meisten Amerikaner zu glauben scheinen, was im Irak passiert, gegenüber dem, was tatsächlich im Irak passiert. Zu wissen, daß diese Abkopplung existiert und sie selbst zu erfahren sind zwei völlig getrennte Dinge. Es ist wie der Unterschied, einerseits die Fernbedienung während der Übertragung eines Vulkanausbruchs auf einer fernen Insel in der Hand zu halten (und dann den Kanal zu wechseln), oder aber andererseits vor der geschmolzenen Lava um sein Leben zu rennen, die gerade das eigene Auto verschlungen hat.
Ich war erst einen Tag zu Hause in den Vereinigten Staaten, als das Ausmaß mich wie ein Schlag traf: Amerika scheint sich unter einer Glaskuppel zu befinden, die es nur wenigen nackten Tatsachen erlaubt, vom Kriegsschauplatz kommend einzudringen, außer wenn sie mit einer ganzen Reihe falscher Annahmen gekoppelt sind. Wenn ich bedenke, daß meine Heimreise zeitlich mit General Petraeus’ Bericht vor dem US-Kongreß zusammenfiel, als das Interesse der Medien am Krieg (wie mir gesagt wurde) ungewöhnlich geballt war, dann ist es ein Wunder, daß meine Trommelfelle auf dem Weg zurück in den Irak nicht von dem vielen Klingeln in den Ohren platzten. An Orten wie Singapur, Indonesien oder Großbritannien schienen die Menschen kaum zu bemerken, daß im Irak Erfolge erzielt werden, während in den USA Britney Spears mit O.J. Simpson in einer der traurigsten Schmierenkomödien auf Erden um Sendezeit stritt.

Kein denkender Mensch läse die Wetterberichte des letzten Jahres um festzustellen, ob es heute regnen wird, und doch tun wir etwas vergleichbares mit Nachrichten aus dem Irak. Die Situation im Irak hat sich drastisch geändert, aber die Trägheit schlechter Nachrichten erhält bei vielen die Überzeugung aufrecht, daß der Auftrag unrettbar gescheitert, daß alle Iraker in religiöse Gewalttaten verstrickt seien und daß sie nur auf unseren Abzug warteten, um ihre Nachbarn zu erschlagen. Diese Ansicht gewährt unseren Soldaten zwei mögliche Rollen: Entweder „Opfer im Kreuzfeuer“ oder „Schlichter zwischen zwei Kriegsparteien“. Zu Recht ist keine dieser beiden Rollen für die amerikanische oder britische Öffentlichkeit hinnehmbar.

Heute befinde ich mich im Irak, zurück in einem Krieg von derartig langfristigen Auswirkungen, daß er noch Generationen beeinflussen wird, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal geboren sind – ob sie es wollen oder nicht. Sich unter der Bettdecke zu verstecken, wird nicht funktionieren, denn egal ob es sich um gute oder schlechte Nachrichten handelt, ob sie wahr oder unwahr sind – sobald die Informationen sich im Umlauf befinden, gewinnen sie rasch eine derartige Beharrlichkeit, daß die öffentliche Meinung für den korrigierenden Balsam einfacher und offensichtlicher Tatsachen nahezu unempfänglich scheint.

Tatsächlich ist der Trend quer durch das ganze Land positiv. Darüber hinaus läßt sich erkennen, daß jede neue Entwicklung weitere, neue Entwicklungen in Gang setzt, die gemeinsam einen derartigen Schwung gewinnen, daß selbst die besten Reporter damit nicht Schritt halten können.

Jeder, der mehr als ein paar Monate im Irak gewesen ist, eine Handvoll von Provinzen besucht hat und mit einer ganzen Anzahl von Irakern gesprochen hat, wird wahrscheinlich anerkennen, daß die Realität hier komplex ist und sich ständig verändert. Aber in den letzten sechs Monaten hat sie auch zunehmend Anlaß zur Hoffnung gegeben, trotz allem, was die Dogma-Kuppel der Pessimisten den Amerikanern und Briten zu glauben erlaubt.

Ich war noch keine drei Tage zurück im Irak, als diese gefährliche Abkopplung aus dem Nichts auftauchte und mir ins Gesicht schlug. Hier stand ich nun, gemeinsam mit britischen Soldaten, in der Vorbereitung auf einen mehr als zehntägigen Auftrag im südlichen Gouvernement Basra, als mich jemand auf die Medienberichte ansprach, denen zufolge die Stadt Basra in ein gewalttätiges Chaos gestürzt sei. Da ich mich nicht ausschließlich auf meine eigenen Augen und Ohren verlassen wollte, fragte ich herum, und fand schnell bestätigt, was ich bereits bemerkt hatte: Die Bedingungen in dieser Region hatten sich in den Monaten seit meiner letzten Einbettung bei den Briten dramatisch verbessert.
Als „Maysan“ veröffentlicht wurde, mußte das dort beschriebene Meilenstein-Ereignis gegen schlimme Nachrichten von einem College-Campus in Virginia ankämpfen, wo ein Amokläufer 32 Menschen ermordete.

Diese einmonatige Erfahrung war durch Angriffe von Mitgliedern der „Jaish al Mahdi“ (die englische Transkription des arabischen Begriffs für die sogenannte „Mahdi-Armee“, abgekürzt JAM) auf britische Soldaten geprägt. Diese Angriffe wurden noch durch feindliche Medien-Operationen verstärkt, in denen die lang geplante Reduzierung der britischen Truppen in Basra-Stadt verfälscht dargestellt wurde, was ich in der Meldung „Maysan“ festhielt:

Während die Briten ihre Kräfte in Afghanistan aufstocken, reduzieren sie sie im Irak. Obwohl die Reduzierung im Irak auf Pragmatismus beruht, versucht der Feind offenbar, den Eindruck einer militärischen Schlappe zu vermitteln. Daher kommen die Briten unter heftigeres Feuer, während sie ihre Kräfte reduzieren, und der Feind stellt die Behauptung auf, er habe „die Besatzer“ vertrieben.

In Wirklichkeit waren die Briten im Begriff, die Staatsgewalt der irakischen Regierung zu übertragen. Das Ziel dieses Tages war somit, auch wenn es von eher zeremonieller Natur schien, einen Gegenschlag im Wahrnehmungskrieg durchzuführen, und zwar durch Betonung der Fortschritte der irakischen Sicherheitskräfte. Einige der größten Schlachten im Irak werden heute nicht mit Bomben und Kugeln ausgefochten, sondern mit Kameras und Tastaturen. Aus welchen Gründen auch immer – und sie sind zahlreich – sind die westlichen Medien heute, gerade wenn sie am meisten gebraucht würden, fast nicht vertreten.

Mehrere zukünftige Depeschen werden sich mit der dramatischen Verbesserung der Lage im Südirak befassen. Ironischerweise zeichnet sich der Charakter dieser Verbesserung durch den Mangel an Gewalt aus, sowie durch die Zunahme öffentlicher Ordnung und Normalität, während die irakischen Sicherheitskräfte verstärkt Verantwortung für die Sicherheit in der Region übernehmen. Obwohl das Bild der lokalen Führungsstrukturen im Stadtgebiet von Basra verschwommener ist, nachdem sich die Briten weiter zurückgezogen haben, um die Ausführung ihrer lang geplanten Überwachungsphase zu beginnen, so ist es doch klar, daß diese natürliche Entwicklung in der Übergabe Basras in irakische Hände die Stadt nicht ins Chaos gestürzt hat.

Nic Robertson von CNN war kürzlich hier unten. Ich sah ihn draußen an der iranischen Grenze. Als Mr. Robertson und ich gemeinsam auf CNN erschienen, war seine Berichterstattung zutreffend und in die richtigen Zusammenhänge gestellt.

Niemand, der im letzten Monat tatsächlich in dieser Gegend gewesen ist, könnte ehrlich behaupten, daß sie von Gewalt geprägt sei. Ich war hier für mehr als zwei Wochen bei den Briten, und in dieser Zeit ereigneten sich nur einige wenige und unbedeutende Angriffe, die ohne weiteres die Taten eines verärgerten Bauern gewesen sein könnten, der zuviel Zeit und einen Mörser im Hinterhof hatte. Was ernsthafte Angriffe auf die britischen Streitkräfte in den letzten acht Wochen betrifft, so gab es exakt null. Letztendlich sind sämtliche Geschichten, aus den hervorgeht, Basra versinke im Chaos, in beschämender Weise falsch.

Traurigerweise ist dies kein neues Phänomen. Ich habe häufig über das fast vollständige Versagen der meisten Medienberichterstattungen – der Art, wie das Handwerk hier drüben praktiziert wird – berichtet, die Wahrheit der Lage im Irak festzuhalten und sie korrekt in einer zunehmend kommerziellen Nachrichtenumgebung darzustellen.

Ich kam im Dezember 2004 ausdrücklich deshalb in den Irak, weil mir Freunde beim Militär von der Abkopplung zwischen der Situation vor Ort und der Berichterstattung darüber erzählt hatten. Das ist zum Teil der Grund, warum ich so auf dieses Problem konzentriert geblieben bin, daß ich dutzende von Malen darüber schreiben konnte, beginnend mit einer frühen Depesche darüber, wie viele Nachrichtensendungen „aus dem Irak“ hergestellt werden. Später beschrieb ich den teuren und zur Verzweiflung treibenden Prozeß der Einbettung, der die langfristige Vor-Ort-Berichterstattung für kleine und mittelgroße Medienvertriebe nahezu und für die meisten freien Mitarbeiter und unabhängigen Journalisten sogar vollends unmöglich macht.

In einer früheren Depesche aus diesem Jahr nannte ich es „Catch 22 Redux“, um folgendes zu beschreiben: „Mein neuer Arbeitsbereich hat keine Internetanbindung, keine Arbeitsoberfläche, ganz zu schweigen vom offensichtlichen Problem der sicheren Unterbringung des schweren Haufens unglaublich teurer Ausrüstung, die ich benötige, um über diesen Krieg so zu berichten, wie man berichten sollte. Ich kann keine Operationen begleiten UND gleichzeitig darauf achtgeben, und ich kann meine Arbeit nicht erledigen, wie es notwendig ist, wenn ich keine Operationen begleite, um aus erster Hand zu sehen und zu hören, was passiert.

Ich habe über all die kleinlichen und engstirnigen Methoden geschrieben, mit denen die militärischen Stellen für Öffentlichkeitsarbeit auch den aufrichtigsten und geneigtesten Reporter verärgern können. Ich habe darüber geschrieben, wie die ganze Vorgehensweise des Militärs gegenüber den Medien völlig darin versagt hat, sowohl die konkrete Mission im Irak als auch das höhere Ziel einer informierten und lebhaften Demokratie zu unterstützen. Ich habe über Reporter geschrieben die ihre Story hinbekommen, über jene, die nichts begriffen haben, und über die Berichte, die – ob gut oder schlecht – nie das Licht der Welt erblickt haben.

Ich habe darüber geschrieben, warum effektive und engagierte Medien von besonderer Wichtigkeit für die Art von Strategie für die Aufstandsbekämpfung sind, die jetzt überall im Irak flächendeckend eingesetzt wird. Ich habe darüber geschrieben, wie das gegenwärtige System des Sich-Verlassens auf zweifelhafte Quellen einen Drang erzeugt, ein voreiliges Urteil zu fällen.

Ich habe darüber geschrieben, wie gefährlich dieser Krieg für Reporter ist, die behaupten, daß es keine Nachfrage der Kundschaft nach Artikeln über den Irak gebe, welche die Risiken rechtfertige. Die Internet-Erosion von Abonnentenbasis und Werbekundengeschäft der Mainstream-Medien verringert nicht das Verlangen nach Neuigkeiten, die direkt vom Ort des Geschehens im Irak kommen, aber sie trocknet die Geldquellen für alles aus, was über das Anheuern von lokalen Berichterstattern mit sehr geschecktem Verständnis von Genauigkeit hinausgeht.

Aber erst als ich jene Woche in den Vereinigten Staaten verbracht hatte, wurde mir klar, wie schlimm es geworden war. Ich glaube, daß wir Zeugen eines Zusammenspiels von Umständen sind, die gemeinsam eine unbegreiflich zerstörerische Wirkung auf das System der freien Presse ausüben, das wir großteils für selbstverständlich halten. Angesichts der Tatsache, daß die fragliche Woche auch jene war, in der General Petraeus und Botschafter Crocker dem Kongreß ihre Berichte vortrugen, stellt sich mir die Frage, ob die Dinge schlechter standen, als ich sie eingeschätzt hatte, und ich kehrte mit der traurigen Überzeugung in den Irak zurück, daß General Petraeus jetzt sowohl in Amerika als auch im Irak mit Karten spielen muß, die klar zu seinen Ungunsten gemischt sind.

I’ve called it The Green Gator Phenomena. Ich habe dies das „Grüne Alligatoren“-Phänomen genannt. Diese Tendenz des Durchschnittsmenschen, ein ungerechtfertigtes Vertrauen in eine Information zu setzen – sogar in komplette Unwahrheiten –,,sofern sie aus vielen Quellen als wahr berichtet wird, scheint nunmehr sowohl die Mainstream-Medien zu beherrschen, als auch die Mehrheit der Abnehmer ihres Irak-Sortiments.

 

Offensichtlich glaubt eine Mehrheit der Amerikaner an die derzeitige Sammlung veralteter Trugschlüsse, die von den Mainstream-Medien herumgereicht werden wie verwässerte Drinks zur Happy Hour. Warum sollten sie es auch nicht tun? Die geklonte Kopie, die sie erhalten, kommt aus derselben Quelle, die die Sonderangebote im Supermarkt und die Orte und Zeiten der Gemeinderatswahlen auflistet. Eben diese Nachrichtenquellen drucken Todes- und Geburtsanzeigen oder Spielberichte aus den Kreisligen und registrieren minutiös den neuesten Absturz eines Prominenten in allen schmerzhaften Details.

Um die Absurdität zu illustrieren, zu der es diese kollektive Einbildung gebracht hat, bin ich versucht, dem Jungen im Märchen nachzueifern, nur daß ich diesmal auf die vorbeistolzierenden Untergangspropheten zeigen und dabei rufen möchte „He, sie tragen überhaupt keine Kleidung.“ Nur daß mir in diesem Fall klar wird, daß ich kein einsamer Rufer bin. Mehr noch: Mit der Hilfe anderer klarsichtiger Individuen befinde ich mich vielleicht in der einmaligen Situation, etwas zur Linderung dieses Zustandes beitragen zu können, falls jene Erfahrung ein Richtwert ist, die ich mit der Antwort von AP auf meine Aufforderung gemacht habe, die verstörenden Grabstätten im Dorf Al Hamira zu untersuchen und über sie zu berichten.

Auch wenn ich keine Lösung für den Ursprung des Problems habe, so kann ich doch den Medien die bescheidene Erlaubnis geben, meine Meldung im ganzen oder in Auszügen kostenfrei im Juli 2007 zu veröffentlichen, die Photographien eingeschlossen (sofern sie so verwendet werden wie in meiner Meldung). Ich bitte nur darum, meine Seite angemessen zu erwähnen, und daß jede Publikation, die dieses Angebot annimmt, eine E-Mail mit den Einzelheiten an die Website schickt.

Das Angebot führte ein Schattendasein, bis Bob Owens vom „Confederate Yankee“ die Associated Press wegen ihrer verpfuschten Wiedergabe einer anderen Geschichte über ein Massengrab zur Rede stellte und diese meiner eigenen Depesche als Vergleich gegenüberstellte. Es bedurfte einigen Hin und Hers, und einiges zusätzlichen Drucks zahlreicher anderer Blogger, die sich des Themas annahmen, aber schließlich entsandte AP einen Reporter zum Ort des Geschehens. Der resultierende Artikel wurde von mindestens einem anderen großen Medienunternehmen übernommen und erreichte so tausende weitere Menschen. Das brachte mich zum Nachdenken: Was wäre, wenn ich einem großen Nachrichtenanbieter für eine Vielzahl von Medien, einer media syndication, ein vergleichbares Angebot auf einer beständigeren Basis machte, etwa der National Newspaper Association?

Nur sehr wenige der 2.700 Tages- und Wochenzeitungen in den USA die Mitglied der NNA sind, können es sich leisten, ihre eigenen Reporter und Photographen in den Irak zu entsenden. Aber wenn sie eine kostenlose Quelle für Nachrichten und Photographien anzapfen könnten, dann gäbe es ein Hindernis weniger für sie, Nachrichten aus erster Hand direkt aus dem Irak zu veröffentlichen.

 

Nach den Lehren, die ich aus „Bless the Beasts“ gezogen habe, wird es vermutlich nicht genügen, die von mir berichteten Nachrichten den Publikationen der NNA-Mitglieder kostenlos zur Verfügung zu stellen. Es könnten noch ein paar störende Sandkörner nötig sein, um schließlich eine Perle aus dieser Auster zu gewinnen.

Und das ist der Punkt, an dem meine Leser dazukommen, zumindest jene unter ihnen, die meine Befürchtung teilen, daß das verzerrte Bild, welches die meisten Amerikaner von der Lage im Irak haben, strategische (und katastrophale) Folgen für diesen Krieg, unsere nationale Sicherheit und die Stabilität einer der volatilsten Regionen dieses Planeten zeitigt.

Solche Leser können zunächst prüfen, ob ihre eigene Tageszeitung ein Mitglied der NNA ist. Denn nur NNA-Mitglieder können

„… Auszüge von Michael Yons Depeschen drucken, einschließlich bis zu zwei seiner Fotos aus jeder Depesche. Online-Auszüge können bis zu acht Absätze und ein bis drei Fotos nutzen und dann auf die ganze Meldung auf seiner Seite mit dem Satz verlinken „Um weiterzulesen, klicken Sie hier“

Falls ihre örtliche Zeitung ein Mitglied der NNA ist, können Leser den Herausgeber kontaktieren und um ihre Teilnahme bitten. [Falls Bob Owens‘ Erfahrung ein verläßlicher Indikator ist, könnte dies mehrerer Aufforderungen bedürfen.] Durch die Ermutigung ihrer örtlichen Tages- und Wochenzeitungen, diese Depeschen auch in den Papierausgaben abzudrucken, können mehr Menschen ohne Internetanbindung anfangen, eine genauere Wiedergabe des Fortschritts zu sehen, den ich in Depeschen wie „Achievements of the Heart“, „7 Rules: 1 Oath“, „The Hands of God“ und „Three Marks on the Horizon“ beobachtet und aufgezeichnet habe.

Das hat allerdings seinen Preis. Indem ich diese Geschichten NNA-Mitgliedern kostenlos zugänglich mache, muß ich auf sämtliche Lizenzgebühren verzichten, die sie ansonsten generieren könnten. Auch wenn die Zeitungen, die an diesem Projekt teilnehmen, keine zusätzlichen Kosten haben werden, wird dies trotzdem nicht die Ausgaben verringern, die ich trage, um weiterhin Arbeit zu leisten, von der viele Kommentatoren sagen, daß sie ein größeres Publikum erreichen solle. Aber es gibt einigen Kommentatoren sicherlich eine einfache Möglichkeit, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen.

Unterstützung durch die Leser ist von entscheidender Bedeutung und hochwillkommen, weil ich von meinen Lesern für all die Mittel abhängig bin, die für diese Art von Arbeit notwendig sind. Ich habe versucht, jedem einzelnen zu danken, der geholfen hat – schon für sich genommen ein Kraftakt – aber ich möchte es noch einmal deutlich sagen: Ich schätze Ihre Unterstützung sehr. Zusätzlich zu dem eingerichteten PayPal-Link, und wir haben mehr als 50 neue Bilder zur Fotogalerie hinzugefügt.

In einer ähnlichen Anstrengung bauen wir den technischen Unterbau der Website komplett um. Das ist sehr teuer, aber die jetzige Konfiguration macht es den Lesern schwer, archivierte Geschichten zu finden, und uns, viele Video- und Audio-Dateien bereitzustellen. Dies bedeutet eine Gelegenheit, auch einen gewaltigen Schritt in Richtung eines größeren Publikums zu unternehmen, das durch diese Depeschen erreicht werden soll. In den letzten zwei Tagen kamen Leser aus wenigstens 84 Ländern: Portugal, China, Japan, Indonesien… und so weiter, und so fort. An manchen Tagen kommen Leser aus über hundert Ländern.

Ich bin im letzten Jahr in vielen Ländern gereist – wie Kuwait, Katar, Kambodscha, Vietnam, Thailand, Singapur, Indonesien, Großbritannien, Irak und sogar in den Vereinigten Staaten – und es scheint überall große Teile der Bevölkerung zu geben, die glauben, daß wir einen Amoklauf rund um den Erdball veranstalten. Sogar unsere engsten Alliierten haben einen verzerrten Blick von den Amerikanern.

Während ich durch die Welt reise sehe ich, daß selbst viele unserer engsten Alliierten einem falschen Eindruck unterliegen, daß amerikanische Soldaten Menschen brutal unterdrückten. Selbst unsere großartigen Freunde in Singapur und Großbritannien und die pro-amerikanischen Menschen auf der Insel Bali / Indonesien denken, daß wir uns anderen Menschen gegenüber grausam verhalten. Dieser Verlust an moralischer Führung wird Amerikaner an vielen Fronten in den nächsten Generationen teuer zu stehen kommen.

Die Ideen der Medien setzen uns mit der ehemaligen Sowjetunion gleich.

Das einzige Mittel gegen dieses Gift ist eine regelmäßige Dosis detaillierter Geschichten über die erstaunlichen Männer und Frauen, die im Militär der Vereinigten Staaten dienen. Menschen wie Lieutenant Jeffrey Pettee, der irakische Armeehauptmann Baker, Staff Sergeant Rakene Lee von den Marines und Lieutenant Colonel Fred Johnson. Jeder dieser Soldaten gereicht jedem Menschen zur Ehre.

Es ist wichtig, daß Amerikaner ihre besten und deutlichsten Stimmen auf der ganzen Welt zu Gehör bringen. Wenn die Welt nur zwanzig Menschen beherbergte, dann wäre nur einer von ihnen Amerikaner. Wir repräsentieren etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung. Was die 19 anderen Menschen über Amerika denken, ist tatsächlich von großer Bedeutung für jeden einzelnen von uns. Wir können es uns nicht leisten, daß die Medien rund um die Welt damit fortfahren, so viele wiederverwertete falsche Vorstellungen über unsere Soldaten und die Eigenschaften unserer Nation zu verbreiten.

Da diese Website bereits eine große ausländische Leserschaft aus über zehn Dutzend Ländern hat, habe ich mich entschieden, wirklich in diese Länder vorzudringen, indem ich den Inhalt in 16 andere Sprachen übertrage, was dann insgesamt 17 ergibt, unter anderem Englisch, Arabisch, Chinesisch, Französisch, Deutsch, Hindi, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Türkisch.

Diese Sprachen können die meisten Menschen in der verkabelten Welt erreichen. Ebenso wichtig ist, daß viele Journalisten diese Website besuchen und sich regelmäßig auf sie beziehen und von ihr in Druckerzeugnissen, im Fernsehen oder Radio überall auf der Welt zitieren, und damit der Website helfen, über die Cyberwelt hinaus auszustrahlen. Übersetzungen der Web-Seite werden auch jene anderen 19 Personen zu Kommentaren einladen, was Menschen auf der ganzen Welt zu einem Austausch von Informationen und Ideen bringen kann.

Für die Feindseligkeit, die gegen die USA und Großbritannien geschürt wird, müssen wir auf zahlreiche und nicht vorhersehbare Arten zahlen. Begriffe wie „Made in the U.S.A.” beinhalten in zunehmendem Maße dunkle Untertöne. Wir werden nie erfahren, wie oft eine Flasche guten kalifornischen Weins für eine andere Traube stehengelassen wird, vielleicht von schlechterer Qualität, die an einem anderen Ort gezüchtet worden ist. Wir erlauben es, daß man unsere Trauben sauer schilt und unsere Feinde uns definieren.

 

Wie beim Syndizierungsprojekt werden Kosten entstehen. Der gesamte Umbau der Website, einschließlich der bereits aufgelaufenen Rechnungen und der ursprünglichen Übersetzungen aus der Vergangenheit und für etwa sechs Monate wird grob 100.000 Dollar kosten. Tausend Personen, die diese Anstrengungen mit je 125 Dollar unterstützen, könnten all dies möglich machen. Und die gebündelte Kraft all dieser Depeschen in Zeitungen in ganz Amerika, mit einer neugestalteten Website, die ein weltweites Publikum erreicht, könnte gerade den Schwung besitzen, der benötigt wird, um die Wahrheit von jener Trägheit zu befreien, die so viele Menschen an so vielen falschen Annahmen festhalten läßt.

Manche Leute rümpfen die Nase über Organisationen oder Einzelne, die um Leser- oder Zuschauer-Unterstützung bitten, aber dieser Formen der Unterstützung sind unverzichtbar für Organisationen wie die nicht-profitorientierten amerikanischen Fernseh- und Radiosender PBS und NPR und auch die Kirche, die ich in meiner Kindheit besucht habe. Amerikaner um Hilfe zu bitten, ist eines der wenigen Wirtschaftsmodelle, das immer Ergebnisse zu liefern scheint. Und wichtiger noch, die Unterstützung der Leser ist das einzige, was mir wirkliche journalistische Freiheit sichern kann.

Andere Menschen, insbesondere „professionelle Journalisten werden in Frage stellen, ob es weise sei, ein derartiges Vertrauen in meine Leser zu setzen und werden – zu Recht – herausstellen, daß es sich um ein großes Glücksspiel handelt. Aber auch dafür muß ich mich nicht auf die Studien von Denkfabriken oder Medien-Vorhersagen verlassen. Ich habe unmittelbare Erfahrungen gemacht, die mir sagen, daß es sich um eine sichere Sache handelt. Jedesmal, wenn ein Objektiv kaputtgeht oder ich die Sohlen eines weiteren Stiefelpaares durchlaufe oder nach Hause fliegen muß, um ein Familienmitglied zu betreuen, das von seiner Gesundheit im Stich gelassen wird, dann treten meine Leser in Erscheinung. Wenn ich sie brauche, um meiner Stimme Gehör zu verschaffen, dann nehmen sie das Telephon zur Hand oder setzen sich an die Tastaturen. Es läßt einen bescheiden werden, aber ich verfalle nicht dem Irrglauben, daß diese Unterstützung für mich bestimmt ist, persönlich oder per se. Vielmehr ist es ein Zeichen, wieviel Wert auf Berichte aus dem Zentrum des Geschehens gelegt wird. Immerhin fördern meine Leser auch diese Anstrengungen.

Um mehr über das NNA-Syndizierungsprojekt zu erfahren, gehen Sie hierhin. Für mehr Informationen, wie Sie ihre örtlichen NNA-Mitglieder zur Teilnahme ermutigen können, nehmen Sie hier Kontakt mit unserem Projektmanager auf. Es ist einfach, sich über den Zustand der Berichterstattung der Mainstream-Medien über den Krieg im Irak zu beschweren. Es ist allerdings auch einfach, etwas Konkretes zur Verbesserung zu tun. Der schwierigste Teil ist die Arbeit, die unsere Soldaten und das irakische Volk jeden Tag erledigen; auch die Arbeit die ich auf mich nehme, um die Geschichten über ihre Leistungen an meine Leser weiterzugeben, verblaßt im Vergleich dazu.

Michael Yon erhält weder von Fox News noch aus irgendwelchen bestehenden Sender-, Film-, Buch-, oder Fernseh-Vereinbarungen, Zahlungen oder finanzielle Leistungen. Er wird ausschließlich durch Leser unterstützt. Er verläßt sich auf seine Leser, die ihm helfen seine Ausrüstung zu ersetzen und seine Ausgaben zu decken, so daß er im Irak bleiben und Ihnen die Geschichten unserer Soldaten weitergeben kann. Falls Sie seine Arbeit schätzen, ziehen Sie bitte in Erwägung, seine Mission zu unterstützen.

 

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